SPD Gera

Selbst ist die Frau – und der Mann

Gesundheit

In seinem Beitrag für die aktuelle Ausgabe unseres Mitgliedermagazins Vorwärts“ freut sich der Bundestagsabgeordnete Carsten Schneider über die Rezeptfreiheit der „Pille danach“.

Seit dem 15. März dieses Jahres können Frauen und Mädchen auch in Deutschland im Notfall die „Pille danach“ mit verbindlicher Beratung rezeptfrei in der Apotheke bekommen. 

Nachdem ein entsprechender Antrag der Sozialdemokraten noch in der vergangenen Wahlperiode mit den Stimmen von Schwarz-Gelb abgelehnt wurde, hat sich nun mit knapp zweijähriger Verzögerung doch noch die Vernunft durchgesetzt. Das wurde Zeit, zumal diverse Untersuchungen in den vergangenen Jahren keine erhöhten medizinischen oder pharmakologischen Risiken der Wirkstoffe belegen konnten, die einer Freigabe entgegen stünden. 

Da die Wirksamkeit der „Pille danach“ maßgeblich von einer möglichst zeitnahen Einnahme abhängt und „Verhütungsunfälle“ nicht selten an Wochenenden oder Feiertagen vorkommen, ging die mit der Verschreibungspflicht verbundene ärztliche Konsultation gerade in ländlichen Gebieten oft mit unverhältnismäßigem Aufwand einher. Zudem waren in stark kirchlich geprägten kleineren Orten schiefe Blicke und Stigmatisierungen in der Arztpraxis nicht selten. Es gibt aber keinen Grund, Betroffene, die sich ohnehin in einer misslichen Lage befinden, solchen beschämenden Situationen auszusetzen.

Deshalb ist es rundum begrüßenswert, wenn Frauen und Mädchen nun auch im Notfall von überflüssigen Zugangsbarrieren befreit sind, um ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden. Schließlich geht es hier um intimste Persönlichkeitsrechte der Frauen und nicht um moraltheologische Überzeugungen von katholischen Bischöfen oder einzelnen Unionsabgeordneten.

Allerdings ist die Neuregelung kein Plädoyer für ungeschützten Verkehr, sondern eben nur eine zeitgemäße Erleichterung für Ausnahmefälle. Ebenso schützt die „Pille danach“ genauso wenig wie die normale Antibabypille vor sexuell übertragbaren Krankheiten, weshalb es Kondome schon immer ohne Rezept zu haben gibt. Natürlich können Männer und Jungs ihre Partnerin auch gerne zur Apotheke begleiten, zumal sie nach aller Lebenserfahrung nie ganz unschuldig an „Verhütungspannen“ sind. 

Insofern dürften gegenseitige Offenheit und Verantwortungsbewusstsein noch immer die besten Verhütungsmittel sein. Aber auch hier vertrauen wir als SPD lieber auf die Lern- und Einsichtsfähigkeit mündiger Bürger als auf moralische Bevormundung. 

 


Die aktuelle Ausgabe des „Vorwärts“ können Sie hier lesen:
Vorwärts Thüringen

 

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