SPD Gera

Stadtratssitzung am 06.02.2020 - Rede zum TOP 6: "Finanzierung Theater Altenburg-Gera"

Stadtrat

Unser hervorragendes Theater ist mit seinen fünf Sparten ein Aushängeschild der Stadt und mit Altenburg auch der Region, dass sieht sicher nicht nur die SPD-Fraktion so.


„Das Theater ist uns lieb und teuer“, kann wohl mit Blick auf die sehr begrenzten Kommunalfinanzen und den Zuschuss von etwa 4,5 Mio. € im Jahre direkt von der Stadt Gera gesagt werden. Dazu kommt die regelmäßig unter den Tisch gekehrte kostenfreie Zurverfügungstellung der Gebäude im Wert von mehreren hunderttausend Euro im Jahr. Die direkte finanzielle Gesamtförderung von Land und allen Gesellschaftern beträgt immerhin knapp 20 Mio. € im Jahr.

Was für wohlhabende Städte kaum ein Problem wäre, ist es für Gera doch. Solange immer noch zu viele Schulen, Straßen und Brücken, Verwaltungs- und Feuerwehrgebäude in einem beklagenswerten Zustand sind, muss sich die Stadt sehr genau überlegen, ob sie noch mehr Geld als bisher für das Theater ausgeben kann. Leisten, können wir uns das mit Blick darauf eigentlich nicht.

Es ist auch ziemlich verwunderlich, dass Anträge zur Erhöhung des Zuschusses wie heute wie geschnitten Brot durch Verwaltung und den Stadtrat zu gehen scheinen, während einige Fraktionen beim Verkehrsbetrieb mit beiden Beinen auf der Bremse stehen. Dabei fahren mit Bussen und Bahnen Millionen im Jahr und der Kostendeckungsgrad ist auch im Vergleich mit anderen Verkehrsbetrieben ziemlich hoch. Das ist beim Theater leider nicht so. Jedenfalls liegen die eigenen Erlöse im Vergleich zu den Zuschüssen von Land und Kommunen deutlich unter 10 %.

Das heißt, das hinter einer Eintrittskarte im Theater von 20 €, tatsächliche Kosten von mehr als 200 € stehen. Das ist auch im Vergleich mit anderen Theatern ungünstig. Deshalb ist von der Theaterleitung und dem Aufsichtsrat zu erwarten, dass nicht nur Kosten begrenzt, sondern ebenso die eigenen Erlöse gesteigert werden. Wenn der Stadtrat der Vorlage heute zustimmt, ist das nicht etwa als Verhandlungsangebot zu verstehen, sondern wir gehen damit bereits weiter, als es sich die Stadt leisten kann.

Wenn es um Verhandlungen geht, dann erwartet die SPD-Fraktionen solche vom Oberbürgermeister dahingehend, dass zukünftig die Anzahl der Aufsichtsratssitze der Kommunen dem Zuschuss- und Gesellschaftsanteil entsprechen, was zu Ungunsten von Gera derzeit nicht der Fall ist. Gera ist den Altenburgern bereits bei der Namensänderung sehr entgegengekommen, auch deshalb sollte eine solche Änderung des Gesellschaftsvertrages drin sein.

Ungeachtet dessen wird die SPD-Fraktion dem Beschlussantrag zustimmen, wozu ich auch Sie bitte.
 

 

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